Verbundvorhaben V 4.13 „Carbon Concrete HT Forming Tool“

Das Potenzial von C³-Carbonbeton reicht weit über den bloßen Einsatz als (Fertig-)Bauteil hinaus. Durch die Erforschung und Entwicklung eines hochleistungsfähigen Betons und den späteren Einsatz als temperaturbeständiges und heizbares Formgebungswerkzeug kann ein intelligenter und leistungsfähiger Verbundwerkstoff sein Anwendungsspektrum auch auf den Formen- und Maschinenbau ausweiten und somit weniger beständige Werkstoffe opportun ersetzen.

Im Projekt steht die Herstellung eines beheizbaren Formwerkzeuges für die kunststoffverarbeitende Industrie im Vordergrund. Der Fokus dieser Formwerkzeuge liegt dabei auf dem Bereich der Faserverbundwerkstoffe, die in der Automobil- sowie in der Luftfahrtindustrie zunehmend eingesetzt werden. Bei derzeitigen Formen wird vorwiegend eine Epoxidharzmatrix eingesetzt. Auch Metallformen kommen bei der Herstellung von Faserverbundbauteilen zum Einsatz. Doch da Epoxidharz bei höheren Temperaturen schneller altert und Formgebungswerkzeuge aus Metall sehr kostenintensiv sind, soll ein adäquater Werkstoff die Defizite mindern. Die Entwicklung einer temperaturbeständigen Carbonbetonmatrix, welche die Grundlage für das elektrisch beheizbare Formwerkzeug bildet und zugleich eine schwingungsdämpfende Wirkung aufweist, kann die Investitionskosten senken und den Markteintritt für Produktionsfirmen mit kleineren Stückzahlen erleichtern. Damit werden die Markteintrittsbarrieren für innovative Produkte gesenkt. Dem Endkunden wird ein innovatives, langlebiges und damit kostengünstiges Werkzeug bereitgestellt. Aus dem noch unzureichend erforschten Gebiet der Formstabilität einer Carbonbetonmatrix in einem erhöhten Temperaturbereich ergibt sich die Notwendigkeit dieses Vorhabens.

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Quelle: C³-TAGUNGSBAND Dresden | 8. bis 9. Juni 2016