Verbundvorhaben V 4.7 „C³-Planungstool“

Mit der Einführung der neuen C³-Bauweise ebnet sich der Weg für einen signifikanten Paradigmenwechsel. Dieser öffnet die „virtuellen Türen“ der globalen Herausforderungen für C³-Bauwerke und bietet transparente Flexibilität für kundenindividuelle Lösungen aus Carbonbeton. Im Fokus steht die Nutzbarkeit des Potenzials für die Effizienz- und Qualitätssteigerung im Planungs- und Entstehungsprozess. Dies bedingt allerdings ein „neues Denken“ der beteiligten Akteure. Denn künftig wird die C³-Planung mithilfe von Variantenkonfiguration im virtuellen Raum direkt am Bauobjekt stattfinden und eine kosten- sowie qualitätsgerechte Fertigung ermöglichen.

Die maßgeblichen Treiber für die hohe Komplexität im Bauplanungsprozess sind nicht die einzelnen Fachplanungen selbst, sondern deren fehlende Synchronisierung in der Bauwerksentstehung. Deshalb bestimmt sich auch die Zukunft des Bauwesens neben neuen Materialien durch standardisierte Prozesse in Produktion und Planung. Für die sich ändernden Kundenanforderungen bedarf es zusätzlich einer schnelleren Reaktionszeit bei gleichzeitig garantierter Planungssicherheit und Termintreue. Bei unvorhersehbaren Bedingungen müssen somit die Anforderungen an Bauteile effektiv prognostiziert und variable Lösungsvorschläge entlang der Liefer- und Wertschöpfungskette geboten sein. Derzeit stehen nur für spezifische Teilaufgaben der Planung ausgereifte Softwareprodukte zur Verfügung. Eine direkte Verbindung zwischen einem Produktkatalog und einer Datenbank oder dem ERP-System gibt es in gängigen BIM-Projekten nicht. Ebenso fehlt es an intuitiver Handhabung, dem durchgängigen Datenfluss und der flexiblen Vernetzung der kooperativen Partner im Entstehungsprozess.

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Quelle: C³-TAGUNGSBAND Dresden | 8. bis 9. Juni 2016